Sechs Tanzstunden in sechs Wochen (WA)
Boulevardkomödie von Richard Alfieri
Deutsch von Johan Grumbrecht
Spieldauer: 140 Minuten
Theater am Alten Markt
Beschreibung
Sechs Wochen, sechs Tanzstunden und ein Heimspiel: Sie hat einen erfundenen Ehemann, er eine erfundene Frau. Die Wahrheit ist: Sie ist Witwe, er ist schwul, und beide sind einsam und wollen es nicht zugeben, noch nicht … Lily Harrison, 72, kultiviert, mit guter Witwenrente, aber einsam, bucht sich bei einer Agentur einen Tanzlehrer. Zu ihr ins Wohnzimmer kommt der ehemalige Broadway-Revuetänzer Michael Minetti. Er hat schlechte Manieren, ist mitten in der »Midlifecrisis«, schlagfertig und frech und ein wenig zickig. Mit dabei hat er ein Köfferchen. Darin enthalten: schwarze und weiße Fußabdrücke aus Plastik, die er auf Lilys Teppich ausbreitet, um die Tanzschritte zu markieren. Lily ist von Michaels unverblümter Art zunächst empört und entschlossen, ihn wieder aus ihrem Refugium zu werfen. Doch beim wöchentlichen Swing, Tango, Wiener Walzer, Foxtrott, Cha-Cha-Cha und Modern Dance kommen die beiden einander tanzschrittweise immer näher. Und nach sechs Wochen hat Michael eine neue Vertraute und Lily den Freund fürs Leben gefunden, der sie manchmal an die Hand nimmt. Tanzen konnten sie ja beide vorher schon …
Der Amerikaner Richard Alfieri hat eine turbulente Boulevardkomödie geschrieben, die mit liebevollem Augenzwinkern die Macken von komplizierten Charakteren unter die Lupe nimmt. Leichtfüßig und in schnellen Dialogen erzählt, ist Sechs Tanzstunden in sechs Wochen ein charmantes Schauspiel mit Tiefgang und Humor, in dem zwei Außenseiter auf komische und anrührende Weise zueinander finden.
»Der Auftakt zur neuen Spielzeit im Theater am Alten Markt könnte nicht besser sein, ein richtiger Straßenfeger ohne Staubwolken. (…) Die Schauspieler Therese Berger und John Wesley Zielmann reizen die Rollen herzerfrischend und vital aus. Therese Berger entwickelt aus der starken, betagten Dame eine der Welt und dem Leben zugeneigte Frau. (…) John Wesley Zielmann ist einfach klasse. Die Frechheiten des Tanzlehrers springen wie angeboren aus ihm heraus.«
Neue Westfälische, 13./14.09.08
»Berger und Zielmann gelingt der Balanceakt zwischen federleichter Komödie und Tragödie mit Tiefgang.«
Westfalen-Blatt, 13./14.09.08
»Herrliche Situationskomik und rasanter Wortwitz prägen die Komödie. Dass dem zweistündigen Bühnenfest nicht die Puste ausgeht ist auch den brillant und herzerfrischend agierenden Darstellern zu verdanken. (…) Mit minutenlangem Beifall feierte das Publikum die Akteure. (…) einen solchen Spaß darf man sich einfach nicht entgehen lassen.«