Hauptsache Arbeit // Sybille Berg

In der neunten Inszenierung der Bühne 55 setzen sich insgesamt 14 ältere Menschen mit dem Thema Arbeit auseinander. Ein spannender Prozess, in dem die Akteure sich auf eine Zeitreise in ihre Arbeitslebensbiografien begeben, um dann die Inszenierung des Stückes Hauptsache Arbeit! von Sibylle Berg zu entwickeln.

Die Betriebsfeier einer großen Firma. Für die einen ist es der Höhepunkt des Jahres, für die anderen die Pest. Diesmal hat sich die Geschäftsleitung etwas Besonderes ausgedacht und einen Vergnügungsdampfer angemietet. Auf dessen bunt geschmücktem Tanzdeck verkündet gut gelaunt der Chef, dass zum Wohle der Bilanzen Entlassungen anstehen. Ein Wettbewerb beginnt, Widerstand und Würde zwecklos, wenn man seinen Job behalten will. Während oben jeder reihum vortritt und unter der Leitung eines Motivationstrainers intime Beichten ablegt, warum gerade er oder sie nicht gekündigt werden sollte, laufen im Bauch des Schiffs ganz andere Spiele, die selbst den Einsatz von Stromschlägen nicht scheuen. Hier und da gibt es auch subversive Ecken, wo die Machtkämpfe und Intrigen, die den normalen Alltag und die Produktivität belasten, kurz ruhen. Doch bis in die kleinste Einheit, quer durch alle Führungsebenen und Lohngruppen, dringt die Debatte, wie sehr das Leben an der Arbeit hängt und ob Arbeit, jedenfalls in ihrer jetzigen Gestalt, nicht Mittel zum Zweck ist, eine großflächige Revolte zu verhindern.


Premiere 03.03.18 // TAMZWEI

Bewerbungen sind nicht mehr möglich.

Interessenten für die Produktion 18/19 sind herzlich eingeladen, Kontakt mit beate.brieden@bielefeld.de / 0521 51 6038 oder 0163 541 841 0 aufzunehmen.


Sie kommen aus Afghanistan, der Mongolei, dem Iran, Serbien und Syrien und leben nun in Schildesche, Dornberg, Bethel und anderen Stadtteilen. Bielefeld ist das Ziel, an das sie die Zufälle einer langen Reise geführt hat – wo es anzukommen gilt und neue Entdeckungen auf sie warten. Die Sprache, die Menschen und vielleicht ihre Zukunft.

Leben in einer anderen Kultur, die Menschen und ihre Sprache kennenlernen, Freunde finden, Perspektiven entwickeln und sich dabei nicht selbst verlieren – ein strammes Programm …

… in dem das Projekt Culture.Scouts_#1 die Jugendlichen im Alten von 14 bis 18 Jahren auf künstlerisches Terrain führt, das Theater Bielefeld als einen Ort der Begegnung sichtbar werden lässt, an dem Menschen jeden Alters zusammenkommen, um sich auzutauschen, zu diskutieren und selbst künstlerisch aktiv zu werden.Bei den Culture.Scouts_#1 trifft sich die Gruppe einmal wöchentlich, um zu tanzen, Theater zu spielen oder sich in Percussion weiterzuentwickeln. Vertrauen ist dabei ein ganz großes Thema, Themen zu finden, die für jeden einzelnen bedeutsam sind, ein anderes.

Zusammen mit den Theaterpädagogen Beate Brieden und Canip Gündogdu, der Künstlerin Angelika Höger, dem Tänzer Dirk Kazmierczak und dem Percussionisten Andreas Seewig erarbeiten die Culture.Scouts_#1 eine Inszenierung/Performance, die beim 1. Festival junges Theater im Juni auf der Bühne des Theaters am Alten Markt der Öffentlichkeit präsentiert wird.

 

Erste Ausschnitte ihrer Arbeit sind bei der 3. Kulturbörse der Stadt Bielefeld zu sehen.

Kooperationspartner des Theaters Bielefeld sind in diesem Bündnis für Bildung das Berufskolleg TOR 6 und Tabula e.V..

Das Projekt Culture.Scouts_#1wird gefördert durch Wege ins Theater!, das Förderprogramm der ASSITEJ im Rahmen von Kultur macht stark! Bündnisse für Bildung.

 

 


Für junge, schauspielbegeisterte Menschen von 16 – 26 Jahren
Projektbeginn September 2016 // Premiere 2017 Kosten 150.00 € // Kontakt martina.breinlinger@bielefeld.de 


LASS MICH DICH ERKLÄREN
*zwinkerndes Gesicht)

von David Kasprowski

»Du bist etwas Großartiges. Eine großartige Person. Aber ich weiß grade nicht wie und ob ich das wertschätzen kann, was du bist.«

Warum um eine Beziehung kämpfen, wenn im www Millionen küssende Gesichter warten – nur ein Match entfernt? Warum Liebeskummer ertragen, wenn in der schönen, neuen, polyamorösen Welt ein Leben ohne Trennungsangst und Triebverzicht winkt?
Leidenschaftliche Narzisten optimieren sich selbst auf der Suche nach dem bestmöglichen Match. Alles ist möglich, nichts ist Zwang! Solange die Geschlechtsidentität eindeutig ist und keine Nippel gezeigt werden: LIKE!

»Gibt‘s für dich Sex ohne Liebe?« –
»Kann man machen«. –
»
Gibt‘s für dich Liebe ohne Sex?« –
»Nein«.

Junge ProjektteilnehmerInnen realisieren ihre eigenen Inszenierungskonzepte.
Projektbeginn September 2016 // Premiere 10.02.17 // Kontakt martina.breinlinger@bielefeld.de 


Salam – und selbst? 
Interkulturelle Schreib- und Theaterwerkstatt mit Laien 

Thema unserer Schreib- und Theaterwerkstatt sind wir selbst und unsere Vision vom Zusammenleben. Wie sollte Deutschland in 10 Jahren aussehen, so dass du mit deiner Religion, deiner Kultur, deiner Auffassung vom Leben glücklich und zufrieden leben kannst? Welche Lebensweisen und Ansichten sind für dich nicht in Ordnung?
Wir werden ein Jahr lang – meist donnerstags – zusammen improvisieren, schreiben, Theaterspielen und am 8. Juli eine szenische Lesung präsentieren. Im Dezember 2017 wird die Premiere der fertigen Inszenierung auf einer der TAM-Bühnen stattfinden, gefolgt von einer Aufführungsserie. Für das Projekt suchen wir noch Menschen mit – im weitesten Sinne – arabischen Wurzeln, die in Deutschland aufgewachsen sind, als Ergänzung zu den herkunftsdeutschen und kürzlich erst nach Deutschland zugezogenen Projektinteressenten. Wir werden ein gemischtes Ensemble unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters sein.

Projektbeginn 3.11.2016 // Premiere Dezember 2017 // Kontakt martina.breinlinger@bielefeld.de

Bisherige Projekte der Reihe:
Parallele Welten I – Die Insel (eingeladen zum Theatertreffen der Jugend in Berlin)
Parallele Welten II – Russland deine Deutschen
Parallele Welten III – Ehrlos (eingeladen zum Theatertreffen der Jugend, nominiert für das World Amateur Theatre Festival in Monaco)


Nach 22 Zeitsprüngen bekommt das Tanzvermittlungsprojekt am Theater Bielefeld einen neuen Namen: PHASE.  
Die größte Neuerung dabei ist, dass die TeilnehmerInnen über einen deutlich längeren Zeitraum in eine intensive künstlerische Recherche eingebunden werden. Drei Monate lang (Februar bis April 2017) tauchen die Laien unter Anleitung eines Choreografen in eine umfassende inhaltliche und darstellerische Auseinandersetzung zu bestimmten Themenkomplexen ein. In der ersten Spielzeit geht es in der PHASE 1 unter anderem um Protestbewegungen und Helden im 21. Jahrhundert. Einmal pro Woche wird in vier unterschiedlichen Gruppen gearbeitet. Diese erste Recherchephase mündet Ende April in eine Werkschau im TOR 6 Theaterhaus.  
Im Mai 2017 werden die Gruppen von TANZ Bielefeld übernommen und zunächst wöchentlich weitergeführt. Ab Ende des Monats beginnt dann die Zeit der Endproben, in der sehr intensiv mehrfach pro Woche miteinander gearbeitet wird. Am letzten Juniwochenende gibt es schließlich mehrere Aufführungen auf der großen Bühne des Stadttheaters.  
Begleitet wird die komplette Spielzeit von einer Gruppe »professioneller Zuschauer«. Diese TeilnehmerInnen werden nicht selbst auf der Bühne stehen, sondern neben der Arbeit von TANZ Bielefeld auch die Arbeitsabläufe des Community-Dance-Projekts beobachten und begleiten. 

Teil 1 (Recherche) Februar - April 2017
- für Menschen jeden Alters, die die Sprache des eigenen Körpers entdecken möchten
- einmal wöchentlich Probe mit externen Choreografen (Recherche, Einarbeitung, Themenfindung)
- Endprobenwoche mit öffentlicher Werkschau im Tor 6 Theaterhaus (21. - 27.04.17)
- öffentliche Werkschauen im Tor 6 Theaterhaus (28. - 30.04.17)

Teil 2 (Showentwicklung) Mai - Juni 2017
- intensive Probenphase mit dem TANZ-Ensemble des Theaters Bielefeld und Entwicklung eines Stückes
- Vorstellungen auf der großen Bühne des Stadttheaters (24./25.06.17)

Projektzeitraum Februar bis Juni 2017 // Werkschau I 29. & 30.04.17 / TOR 6 Theaterhaus // Werkschau II 23. – 26.06.17 / Stadttheater // Kontakt kerstin.toelle@bielefeld.de 


Hochzeitskleider sind der Traum in Weiß am schönsten Tag des Lebens. Aufgeladen, symbolträchtig und immer ein Spiegelbild der Zeit, in der sie getragen wurden. Hochgeschlossen und weit geschnitten in Kriegsjahren, individuell in den 70igern, oder den weiblichen Ikonen, die in den Medien zu Vorbildern stilisiert werden, nachempfunden.

In dem deutsch-russischen Rechercheprojekt begeben wir uns auf die Suche nach den Geschichten hinter dem Kleidungsstück. Studierende aus der Bielefelder Partnerstadt Weliki Nowgorod und der Hochschulen in Ostwestfalen-Lippe durchforsten Medien, Literatur und Historisches, führen Interviews mit Menschen, die Besonderes über ihr Hochzeitskleid – oder das ihrer Ehefrau, Tochter, Mutter – zu erzählen haben.

Die recherchierten Materialien sind in der zweiten Projektphase Ausgangspunkt für die Entwicklung einer spartenübergreifenden Inszenierung, in der bis zu zwölf Menschen im Alter von 16 bis 99 auf der Bühne des TAMZWEI stehen.

Parallel zum Projektverlauf gestalten Mode-Design-Studierende der FH-Bielefeld und der Uni Nowgorod ein interkulturelles Hochzeitskleid.

Premiere 16.06.18

Probenbeginn März 2018

Die Teilnahmevereinbarung mit weiteren Infos und einer Terminübersicht kann im Downloadbereich heruntergeladen werden.

Bewerbungen sind ab sofort möglich und werden in chronologischer Reihenfolge berücksichtigt.


Der Jugendclub des Theaters Bielefeld und die Akteure von sechs weiteren städtischen und freien Theaterjugendclubs aus OWL präsentieren am 1. und 2.Juli 2017 im Stadttheater Herford Ausschnitte ihrer aktuellen Produktionen und die Ergebnisse der gemeinsamen Workshops wie Maskenspiel, Performance, Kampfkunst und Tanz. Alle theaterbegeisterten Menschen sind dazu herzlich eingeladen!

Im Zuge des Treffens findet ebenfalls ein Multiplikatorenworkshop statt. Die Ausschreibung finden Sie hier. Anmeldungen sind noch bis zum 22.06.17 möglich.