Das Programm der Bielefelder Philharmoniker in der Konzertsaison 2021/22

Die Bielefelder Philharmoniker sind wieder zu hören. Aktuell mit Live-Radio-Konzerten aus der Zionskirche und im Juni im Live-Stream aus der Rudolf-Oetker-Halle. Nach der Sommerpause hofft das Orchester wieder auf Konzerte mit Publikum im Saal. Mit entsprechend großer Vorfreude haben Generalmusikdirektor Alexander Kalajdzic und Orchester- und Konzerthausdirektor Martin Beyer das Programm für die Konzertsaison 2021/22 vorgestellt, in der die Rudolf-Oetker-Halle ihre Türen für das Publikum wieder öffnet und vielfältige Symphonie-, Kammer-, Chor- und Sonderkonzerte auf das Publikum warten. Zu Gast sind renommierte Solist*innen und Ensembles, die gemeinsam mit den Bielefelder Philharmonikern konzertieren.

Symphoniekonzerte
Zur Saisoneröffnung trifft im 1. Symphoniekonzert Ludwig van Beethovens Tripelkonzert op. 65 auf Bohuslav Martinůs Symphonie Nr. 1 H. 289. Beide Komponisten sind zeitlich und räumlich auf den ersten Blick weit voneinander entfernt, harmonieren jedoch in musikalisch-künstlerischer Hinsicht. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Alexander Kalajdzic spielen die Bielefelder Philharmoniker zusammen mit dem bekannten Trio Jean Paul. 

Im 2. Symphoniekonzert steht Richard Strauss‘ Ein Heldenleben auf dem Programm. Die symphonische Dichtung schildert das Schicksal eines namenlosen Heros, dessen Geheimnis nie ganz gelüftet wurde. Im Anschluss wird Joseph Haydns Symphonie Nr. 101 D-Dur Die Uhr zu hören sein. Auf dem Höhepunkt Haydns symphonischen Schaffens entstanden, lädt das Werk sowohl zum Schmunzeln als auch Staunen ein. Der Dirigent Christof Prick kehrt hierfür einmal mehr nach Bielefeld zurück.

Um den bereits in den vergangenen Konzertsaisons begonnenen Zyklus der Klavierkonzerte Béla Bartóks zu beenden, kommt der Pianist Martin Helmchen im 3. Symphoniekonzert er-neut in die Rudolf-Oetker-Halle. Das Klavierkonzert Nr. 3 E-Dur klingt geradezu leicht und melodiös im Vergleich zu den Vorgängerkonzerten. Claude Debussys Symphonische Fragmente Le Martyre de Saint Sébastien und Nikolai Rimski-Korsakows Symphonische Suite für Orchester Scheherazade runden dieses Programm ab. 

Im Januar werden die Bielefelder Philharmoniker Gustav Mahlers 9. Symphonie im Großen Saal der Rudolf-Oetker-Halle zum Erklingen bringen. Diesem Komponisten gelang es, die Symphonie in einen Kosmos zu verwandeln und dabei eine ganze Welt zu erschaffen. Gerade seine Neunte galt unter Kollegen wie Arnold Schönberg und Alban Berg als eine Art Geburts-stunde der musikalischen Moderne.

Mit Giuseppe Verdis Messa da Requiem wartet im 5. Symphoniekonzert ein weiteres Meisterwerk auf die Bielefelder Philharmoniker. Chronologisch zwischen Aida und Otello einzuordnen, seinen vorletzten und damit reifsten Bühnenwerken, atmet die Totenmesse in jedem Takt deren Leidenschaft. Zu Gast sind der Bielefelder Opernchor sowie der Oratorienchor der Stadt Bielefeld.

Im 6. Symphoniekonzert schreibt sich Frank Peter Zimmermann ein weiteres Mal in das Gästebuch der Bielefelder Philharmoniker ein. Der vielgefragte Geiger bringt Robert Schumanns Violinkonzert d-Moll mit. Zudem werden Olivier Messiaens Un sourire (dt. Ein Lächeln) so-wie Claude Debussys Images für Orchester zu hören sein. 

Für die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach konzertiert der WDR Rundfunkchor erneut mit den Bielefelder Philharmonikern. Die Besonderheiten des Werkes liegen nicht nur in ihrer Dimension in Bezug auf die Orchestergröße, sondern auch in ihrer zutiefst menschlichen Aneignung des Passionsgeschehens.

Simone Rubino gehört zu der neuen Ära von Schlagzeuger*innen, die sich mittlerweile im klassischen Konzertbetrieb etabliert haben. Er präsentiert Peter Eötvös‘ Speaking Drums, in denen Sprache abwechslungsreich, kraftvoll und höchst virtuos zu Musik wird. Unter der Leitung von Christoph Poppen werden außerdem Béla Bartóks Divertimento für Streichorchester sowie Johannes Brahms‘ Symphonie Nr. 4 e-Moll zu hören sein. 

Die Finnin Kaija Saariaho gehört zu den bedeutendsten Komponistinnen der Gegenwart. Mit Nymphéa Reflection eröffnet das Orchester den Reigen im letzten Symphoniekonzert. Die bekannte Violinistin Viviane Hagner wird Jean Sibelius‘ Violinkonzert d-Moll spielen und Felix Mendelssohn Bartholdys Schottische Symphonie Nr. 3 a-Moll, die bis heute zu den Meilensteinen der Gattung im 19. Jahrhundert zählt, rundet das Programm ab.

Kammerkonzerte und weitere Konzerte
Neben den Symphoniekonzerten stehen weitere Konzerte auf dem Programm der Bielefelder Philharmoniker. In der Kammermusikreihe im Kleinen Saal der Rudolf-Oetker-Halle warten herausragende Ensembles auf das Publikum. Hier musizieren die Musiker*innen der Bielefelder Philharmoniker, Sänger*innen des Opernensembles des Theaters Bielefeld sowie ausgewählte Gäste solistisch oder in vielfältigen Kombinationen. 

Im Stadttheater wird das Orchester sieben unterschiedliche Kinderkonzerte spielen, ebenso laden die Bielefelder Philharmoniker wieder zu Jugendkonzerten in die Rudolf-Oetker-Halle ein.

Auch der Oratorienchor und der Musikverein der Stadt Bielefeld werden ihre Chorkonzerte zusammen mit dem Orchester spielen und große Titel der Oratorienliteratur präsentieren. 

Die Bielefelder Philharmoniker freuen sich zudem, die Kooperation mit den v. Bodelschwingschen Stiftungen fortzuführen und die Klassik um Drei-Konzerte im Assapheum Bethel zu spielen. 

Das traditionelle Neujahrskonzert findet ebenfalls statt. Weitere Sonderkonzerte werden in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Arrangeur, Komponisten, Musiker und Dirigenten Magnus Lindgren entwickelt. Unter anderem sind die Bielefelder Philharmoniker mit ihm sowie Web Web und Max Herre in der Alten Oper Frankfurt zu Gast. Auch werden die Philharmoniker unter der bewährten Leitung von Bernd Wilden im Rahmen des Film+MusikFests erneut einen Stummfilm musikalisch untermalen. In Planung ist außerdem ein weiteres Sommer-Open-Air-Konzert auf dem Kesselbrink im Juli 2022.

Das Spielzeitheft mit dem gesamten Programm der Konzertsaison 2021/22 ist ab Juni erhältlich. Der Vorverkauf startet voraussichtlich Mitte August. Abonnements mit festen Terminen und Plätzen können die Bühnen und Orchester in der nächsten Spielzeit leider noch nicht wieder anbieten. Alle bisherigen Abonnent*innen erhalten mit der »AboCard« ein alternatives flexibles Angebot.