Zwei Preise für KONSTELLATIONEN

Mit Dariusch Yazdkhastis Inszenierung von Nick Paynes Konstellationen hat das Theater Bielefeld beim diesjährigen NRW-Theatertreffen gleich zwei Preise abgeräumt: Sowohl der Hauptpreis für die beste Inszenierung als auch der Publikumspreis gingen an den Regisseur und die beiden Schauspieler Christina Huckle und Thomas Wehling.

»Ein Abend, an dem ich mehr als einmal schwer und tief atmete, ein Abend, an dem etwa 20 Minuten nach seinem Beginn, mir die ersten Tränen über das Gesicht liefen, ein Abend, an dem ich so viel gelacht habe, wie lange nicht mehr«, so Festival-Jurorin und Autorin Henriette Dushe in ihrer Laudatio. Weiter heißt es: »Dieses großartige Schauspiel, dass ohne Netz und Boden auskommt, dass ohne Bühnenbild und ohne Requisite ausschließlich aus sich selber schöpft – so etwas ist nur möglich, wenn eine vertrauende, eine schützende Regie eine Arbeitsatmosphäre gestaltet, die es beiden Spielern ermöglicht, verschiedene Konstellationen einer Liebe, mögliche Konstellationen eines Lebens zu entwickeln, mit feinem Gespür für die Zwischentöne der Liebe, des Lebens, klug und zärtlich, kraftvoll und immer wieder sehr komisch, voller Gefühl, ohne ein einziges Mal gefühlsduselig zu werden.«

Angenommen, das Universum verzweigt sich mit jeder Entscheidung, die wir treffen. Angenommen, jede unserer Möglichkeiten existiert in einer parallelen Welt… Die Dramaturgie von Nick Paynes Konstellationen folgt der Stringtheorie. Und so nimmt die Begegnung von Roland und Marianne nicht ihren Lauf, sondern verschiedene Verläufe: Roland und Marianne machen sich auf die Suche, um nach unzähligen Irrwegen und falschen Abzweigungen in ihrer gemeinsamen Geschichte anzukommen.

Aufgrund der großen Nachfrage und des Erfolgs wird Konstellationen ab Ende 2017 wieder im TAMzwei zu sehen sein.