Francesco Antonioni

Francesco Antonioni (*1971) studierte Klavier und Komposition an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom bei Azio Corghi sowie am Royal College of Music in London bei Julian Anderson und George Benjamin. Von 2004 bis 2008 arbeitete er als Kompositionsassistent bei Hans Werner Henze. Antonioni komponiert Orchester- und Kammermusik, Ballette und Opern, in denen er komplexe post-minimalistische Rhythmen mit Melodien mediterranen Ursprungs verbindet. Zu seinen Auftraggebern gehören führende Orchester und Musikfestivals auf der ganzen Welt wie die Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, das Ensemble Modern in Frankfurt, die Birmingham Contemporary Music Group, das Festival MiTo Settembre Musica in Turin/Mailand, die Biennale in Venedig und das Orchester Albany Symphony in den USA. Seit 2009 wird Antonioni durch den italienischen Verlag Casa Ricordi vertreten.

Besonders erfolgreich bei Publikum und Kritikern waren seine Werke Gli occhi che si fermano, das u.a. vom Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter der Leitung von Sir Anthony Pappano aufgeführt wurde, sowie das im Auftrag der Birmingham Contemporary Music Group entstandene Ballata (2009). Die Komposition wurdein den USA vom Ensemble X an der Cornell University aufgeführt, in Turin auf dem RAI Nuova Musica Festival, in der Londoner Wigmore Hall sowie in der Kölner Philharmonie. Das Werk Sull’ombra für Streicher, spielten sowohl die Auftraggeber Yuri Bashmet und die Moscow Soloists, als auch das Smith Quartett (Großbritannien) und das Cassat Quartett (USA). Sein zuletzt entstandenes Konzert Northern light, after the thaw für Viola, Klarinette und Streicher wurde unter der Leitung von Vladimir Ashkenazy aufgeführt und mitgeschnitten.

Aufgrund ihres rhythmischen Drives und lyrischen Charakters ist Antonionis Musik bei Tanzschaffenden sehr gefragt. 2007 schrieb er zur Eröffnung der Ballettsaison an der Arena di Verona ein Stück, zu dem Francesco Ventriglia eine Choreografie entwickelte. 2016 feierte das Ballett Sylphidarium mit Live-Violine, -Schlagzeug und -Elektronik in der Choreografie von Francesca Pennini Premiere und tourte durch Italien und Europa. Ebenfalls 2016 kam es zu einer ersten Begegnung mit Simone Sandroni, der in seinem Tanzabend Liebe, Furcht und andere Dissonanzen am Theater Bielefeld u.a. Antonionis Werk Macchine Inutili nutze.

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