Martin Backes

Martin Backes, geboren 1977 in Deutschland, ist ein in Berlin lebender Künstler, Designer, Regisseur, Creative Technologist, Futurist, Hacker und Komponist. Er studierte an der Universität der Künste in Berlin u.a. bei Prof. Joachim Sauter (ART+COM), Prof. Dr. Alberto de Campo und Prof. Karl Bartos (Kraftwerk) und erwarb Masterabschlüsse in Medienkunst und Design sowie in Sound Studies.

In seinen Werken verwendet er Medientechnologien, um bestimmte Ideologien, Funktionalitäten, Effekte und die menschliche Wahrnehmung zu reflektieren. Er spielt mit einer gewissen Mehrdeutigkeit der physischen und der digitalen Welt und setzt sich dabei mit den verschwommenen Grenzen zwischen Realität und Simulation, Stabilität und Störung, Figur und Abstraktion auseinander. Seine Tätigkeitsfelder an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft, Technologie und Kultur reichen von skulpturalen Arbeiten über Interventionen im öffentlichen Raum und Installationen bis hin zu Performances, Plattenveröffentlichungen, Hörspielen, Internet, Computer- und Videoarbeiten.

Im Bereich Tanz realisierte er im Berliner Einkaufszentrum Alexa die interaktive Tanz-Performance-Installation Sound Cabaret (2011). In dem Projekt Future Self (2012) von Random International mit einer Choreografie von Wayne McGregor und Musik von Max Richter verantwortete er den Bereich Sound Interaction Design. Zu seinen weiteren interdisziplinären Kollaborationen zählen Arbeiten u.a. mit M.I.A. UK, Reynold Reynolds, Shu Lea Cheang, Nicolas Collins, Petrina Hicks, Antonio Salas, Tilman Küntzel und Georg Klein.

Martin Backes wurde mehrfach für seine Werke nominiert, für den LEO Preis für die beste Verbindung von Bild und Ton in einem Kurzfilm (2011), den renommierten Designpreis Index:Award (2013), den GASAG Kunstpreis (2014) und den Vimeo Staff Pick (2015). Seine Arbeiten waren international in Museen und Galerien, darunter im Mediamatic Amsterdam, MuseumsQuartier Wien, MAK Design Lab (Österreich), in der New Media Gallery (Kanada), im Österreichischen Kulturforum Berlin und bei TEDx (Spanien), zu sehen sowie auf Festivals wie der Vienna Biennale, der Némo Biennale (Frankreich), BIAN/Elektra (Kanada), ADAF (Griechenland) und CTM (Deutschland).

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