Konzerte Einführung

2. Kammerkonzert

Bi-Metall

Beschreibung

Wollte man die Ensembles aus den Reihen der Bielefelder Philharmoniker nach ihrer Abenteuer- und Überraschungslust bewerten, die Blechbläser namens Bi-Metall hätten die Nase sicherlich ganz weit vorn. Pfiffige Arrangements bekannter wie unbekannter Titel aus E- wie U-Musik sind bei ihren Konzerten Standard; Swing, Blues, Broadway und Jazz grooven dabei um die Wette, und wer am Ende des Konzerts nicht wenigstens heimlich mitklatscht, der muss wohl mit dem linken Bein zuerst aufgestanden sein.

In der aktuellen Neuauflage stellt Bi-Metall einen der »Götter« des angelsächsischen Chorgesangs vor: John Rutter mit seinem Gälischen Segen (A Gaelic Blessing). Sidney Bechet gehört zu den Weggefährten von Louis Armstrong und war ein großer Jazzklarinettist und -saxophonist aus New Orleans. Petite Fleur war seine Referenz an die Stadt seiner Träume, Paris, wo er diesen Standard 1952 erstmals spielte. Zum Gipfeltreffen der »großen alten Jazzer« gehört auch Herb Alpert: Mit seiner Band The Tijuana Brass etablierte er in den 60ern einen unverwechselbaren Sound, in dem sich traditionelle mexikanische Musik mit Jazz und Funk verbanden. Der nächste in dieser Reihe ist Carlos Gardel, der bereits in den Zwanziger- und Dreißigerjahren den Tango in Argentinien um einige Ohrwürmer bereicherte – zum Beispiel Por una Cabeza. Ein paar Tausend Kilometer weiter nördlich als er, in Mexiko, schrieb Alberto Domínguez Borrás 1941 den Song Perfidia, der ihn groß machte – im selben Jahr übrigens, in dem seine Landsmännin Consuelo Velázquez das nicht minder berühmte Bésame Mucho veröffentlichte. Mit Puttin‘ on the Ritz grüßen die Männer von Bi-Metall gewissermaßen ihre Kollegin Cornelie Isenbürger, die im vorangegangenen Kammerkonzert Film- und Musicalschlager wie diesen mit ihrer Stimme vergoldet hat. Unter den weiteren Titeln, mit denen Bi-Metall ganz nebenbei die Adventszeit einläutet, sind Luther Hendersons The Saint’s Halleluja, Tom Jones’ It’s not unusual. Children of Sanches von Chuk Mangione sowie Close to you von The Carpenters.

Nicht fehlen darf natürlich eine Referenz an die kürzlich verstorbene, wohl großartigste deutsche Soulsängerin und Wahl-Mannheimerin Joy Flemming mit ihrem Grand Prix d’Eurovision-Hit Ein Lied kann eine Brücke sein aus dem Jahr 1975. Ein schöneres Motto für eine vergnügliche Session mit BI-Metall lässt sich kaum denken …

Kurzinfo

Spieldauer
ca. 01:45 Std.
Pausenanzahl
1
Einführung
35 Minuten vor Konzertbeginn

Erster Termin war am
Mo. 13.11.2017
Spielort
Rudolf-Oetker-Halle, Kleiner Saal
Lampingstr. 16
33615 Bielefeld
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