Todd Boyce

Nach seinem Studium am Oberlin Conservatory in Ohio war der amerikanische Bariton Todd Boyce von 2008 – 2010 Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Anschließend folgten Ensemble-Engage­ments am Luzerner Theater und am Konzert Theater Bern, wo er in wichtigen Rollen seines Fachs zu erleben war, u.a. als Figaro (Il Barbiere di Siviglia), Germont (La Traviata), Marcello (La Bohème), Sharpless (Madama Butterfly), Valentin (Faust), Enrico (Lucia di Lammermoor), Malatesta (Don Pasquale), Harlekin (Ariadne auf Naxos), Dr. Falke (Die Fledermaus), Sid (Albert Herring), Sweeney (Sweeney Todd) und Fred (Kiss Me, Kate) sowie als Protagonist in Uraufführungen von Johannes Maria Staud (Die Antilope) und Thorsten Rasch (Die Formel). Am Berner Theater etablierte er sich als Mozart-Sänger und trat in den Partien des Antihelden Don Giovanni, als Graf Almaviva (Le Nozze di Figaro), Don Alfonso (Così fan tutte) und Papageno (Die Zauberflöte) auf. Weitere Rollen waren Melot (Tristan und Isolde) und Roland (Fierrabras von Schubert) sowie Clodomiro (Lotario). Letztere Barockoper wurde als Kooperation mit den internationalen Händel Festspielen Göttingen gezeigt. Die Produktion wurde zudem unter dem Label Accent auf CD produziert.

Todd Boyce wird gleichermaßen für Oper, symphoni­sche Konzerte und Liederabende verpflichtet. Er arbeitete bereits mit bedeutenden Dirigent*innen wie Marco Amiliato, Christian Curnyn, Ottavio Dantone, James Gaffigan, Thomas Hengelbrock, Stephen Lord, Fabio Luisi, Kent Nagano, Kirill Petrenko und Simone Young zusammen. Zuletzt war der charismatische Bariton als Danilo (Die Lustige Witwe) am Landestheater Detmold und am Staatstheater Cottbus sowie in der Titelpartie einer Neuinszenierung von Pelléas et Mélisande in Bern zu sehen. Seit der Spielzeit 2022/23 gehört er zum Ensemble des Theaters Bielefeld und wird u.a. die Rolle des Eugen Onegin interpretieren.

Beteiligt an

Eugen Onegin