SpielUraufführung

Hannah Arendt und Mary McCarthy gemeinsam zwischen Amerika und Europa

Two Women Waiting for ...

Veranstaltung entfällt krankheitsbedingt, als Ersatz spielen wir »Konstellationen« // Infos zur Rückerstattung unter Karten & Abos
Fr. 03.12.2021 um 20:00 Uhr
Theater am Alten Markt

Beschreibung

Zwei Frauen, einsam und verlassen an einem Bahnhofsgleis in der niemals müden Metro­pole New York – und es kommt einfach keine U-­Bahn.

Die eine, geboren im Nordwesten der USA, erregt als skandalumwitterte feministische Schriftstellerin die Gemüter; die andere, als staatenlose Jüdin in Amerika gestrandet, stammt aus einem untergegangenen Europa. Schweigend sitzen sie da – und es kommt einfach keine U­-Bahn.

Sie sind gemeinsam auf einer Redaktions­sitzung der Zeitschrift Politics gewesen und kennen sich mehr oder weniger. Die eine schätzt die philosophischen Arbeiten der anderen genauso wie jene ihre Romane. Allerdings ist ihr erstes Kennenlernen einige Jahre zuvor unglücklich verlaufen und die gegenseitige Hochachtung unausgespro­chen geblieben. Also sitzen sie zugeknöpft da – und es kommt einfach keine U-­Bahn.

Die beiden Frauen sind Mary McCarthy und Hannah Arendt. McCarthy wird Arendts engste Freundin im Exil und bringt der Euro­päerin als sehr amerikanische Amerikanerin ihr Land näher. Durch Arendt wiederum begreift McCarthy die europäische Denktradi­tion in ihrer Lebendigkeit. McCarthy lebt später zumeist in Europa, während Arendt in Amerika Karriere macht. Beide bleiben sich über die Entfernung hinweg verbunden, lernen sich selbst über die andere besser kennen. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg. Vorerst sitzen die zwei Frauen im Jahr 1949 am Gleis der Astor Place Station – und es kommt noch immer keine U-Bahn.

Ein Stück von Christian Franke

Termine

Pressestimmen

Hochphilosophisch, anspruchsvoll, aber erquickend für Kopf und Herz. (...)

Mit Two women waiting for ... feiert ein zutiefst komplexes Stück Premiere. Auffallend stark sind die Monologe, die Carmen Priego als Hannah Arendt führt. Sie handeln von Antisemitismus, Imperialismus und totalitären Mechanismen, die in ihrem Zusammenspiel dafür gesorgt haben, dass das Feindbild des Juden konstruiert wurde (...). Diese philosophische Dichte derart souverän vorzutragen, ist eine Leistung, die schier beeindruckt. 

Neue Westfälische, 09.11.21
Mehr anzeigenWeniger anzeigen

Förderer, Partner & Sponsoren

Diese Produktion wurde unterstützt von

Theater- und Konzertfreunde

Kurzinfo

Altersempfehlung
ab 14

Premiere
So. 07.11.2021

Erster Termin war am
So. 07.11.2021
Spielort
Theater am Alten Markt
Alter Markt 1
33602 Bielefeld
Anfahrt
Spiel
Uraufführung
Zur Programmübersicht