Spiel

Jennifer Haley

Die Netzwelt

Beschreibung

In einer gar nicht so fernen Zukunft hat das Internet die Sphären von Staat und Wirtschaft, Realität und Virtualität untrennbar miteinander verschmolzen – wir leben nun in und mit der Netzwelt, einer optimierten Version des Internets. Alle Träume von den grenzenlosen technischen Möglichkeiten scheinen sich erfüllt zu haben, die Simulation übertrifft die Wirklichkeit, der Kunde verfügt mit seinem virtuellen Ich über ein unbegrenztes Angebot von Dienstleistungen, die selbst die geheimsten Wünsche wahr werden lassen. In dieser Hinsicht übertrifft eine Domain, das sogenannte Refugium, alles bisher Dagewesene. Verführerischer, echter, intensiver als hier können die Besucher nirgendwo ihre Fantasien ausleben. Da diese Fantasien auch um Sex und Gewalt kreisen, beginnt die Ermittlerin Morris, Beweise gegen den Programmierer des Refugiums zu sammeln. Die Rechtslage ist verzwickt. Die Besucher der Seite sind volljährig, sie handeln im gegenseitigen Einvernehmen und ihre mutmaßlich illegalen Aktivitäten sind nur simuliert. Sie haben keine Konsequenzen in der realen Welt. Zudem verstrickt sich auch Morris emotional in den abgründigen Fall.

Vordergründig eine Kriminalgeschichte um illegale Aktivitäten im Netz, entwickelt sich das Stück von Jennifer Haley zu einem atemberaubenden Diskurs über Technik und Moral im virtuellen Zeitalter.

TIPP: Auf dem Blog tauscht sich Regisseurin Mareike Mikat mit Marketingreferentin Karoline Mai über Virtual Reality und Videospiele aus.

Pressestimmen

Die reale Welt ist mit dem Refugium durch Tausende Fäden verbunden. Das Publikum bleibt womöglich verwirrter zurück als es gekommen ist; ein dem Thema angemessenes Ergebnis der klugen (...) Inszenierung von Mareike Mikat.

Neue Westfälische, 27.03.17

Das Stück, eine Art Science-Fiction-Krimi, (...) stellt auf spannende Art Fragen und eröffnet Möglichkeiten, gibt aber (zum Glück) keine Antworten, die allheilbringend sein wollen. (...) Die Netzwelt bietet Denkanstöße, Diskussionsfutter, nicht den pädagogisch streng erhobenen Zeigefinger. (...) 100 Minuten, die optische Reize bieten, aber auch genaues Zuhören einfordern.

Westfalen-Blatt, 27.03.17
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Kurzinfo

Spieldauer
ca. 01:40 Std.
Altersempfehlung
ab 15

Premiere
Sa. 25.03.2017

Zum letzten Mal
So. 11.06.2017
Erster Termin war am
So. 19.03.2017
Spielort
Theater am Alten Markt
Alter Markt 1
33602 Bielefeld
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