Spiel

Die Räuber

Beschreibung

Es liegt etwas im Argen in der Familie Moor. Schon immer lag etwas im Argen, denn schon immer hat der Vater den einen seiner Söhne bevorzugt: Karl, den Erstgeborenen, der alle Herzen im Flug erobert, dem alles geschenkt und alles verziehen wird. Obwohl er im fernen Leipzig ein rechtes Lotterleben zu führen scheint, sein Studium abbricht, sein Erbe verjubelt und durch allerhand übermütige und gesetzeswidrige Aktionen den Namen der Familie beschmutzt, ist er dem Herzen des Vaters doch immer der Nächste. Franz, der zu kurz Gekommene, neidet ihm diese Stellung. Sein Wunsch nach väterlicher Anerkennung schlägt um in Hass auf den Bruder, den Vater und die Welt. Franz will den Vater vom Thron stoßen, den Bruder enterben, ihm die Geliebte Amalia entreißen, sich die Welt unterwerfen. Herr will er sein. Darum kämpft er mit unlauteren Mitteln und – zumindest anfänglich – mit Erfolg. Mit Hilfe gefälschter Briefe erreicht Franz, dass sein Bruder vom Vater verstoßen wird. Auf diese Nachricht reagiert Karl zunächst mit Verzweiflung und schließlich mit Hass: Er gründet eine Räuberbande, um gegen die ungerechte Welt zu kämpfen, und lässt sich auf Dinge ein, die ihm sehr schnell über den Kopf wachsen. Was als Familienzwist begann, endet in einem erbitterten Kampf gegen die gesamte Weltordnung, in politischen Programmen, Gewalt und Gegengewalt.
Friedrich Schillers rebellisches Jugendwerk Die Räuber löste bei seinem Erscheinen frenetischen Jubel und einen handfesten Theaterskandal aus und hat bis heute nichts von seiner Kraft und Relevanz verloren.

Kurzinfo

Spieldauer
ca. 03:00 Std.
Pausenanzahl
1
Premiere
Fr. 04.09.2015

Zum letzten Mal
Do. 04.02.2016
Erster Termin war am
Fr. 04.09.2015
Spielort