Tanz Uraufführung

Simone Sandroni

Liebe, Furcht und andere Dissonanzen

Beschreibung

Im ersten Abend der neuen Spielzeit spürt TANZ Bielefeld den kontrastreichen Texturen zeitgenössischer Musik nach und geht zugleich ganz menschlichen Zuständen und ihren inneren wie äußeren Widersprüchen auf den Grund. 

Was hält die Menschen im Innersten zusammen? Zwischen Individuen, wie auch im großen Kollektiv bilden Emotionen den Kitt oder die Kluft in Beziehungsgeflechten. Wenn der Mensch sich allein von seinen Seelenlagen leiten lässt und abseits von rationalen Erwägungen agiert, bringt dies den gesamten Körper in Schwingungen. TANZ Bielefeld bewegt sich gemeinsam mit den Bielefelder Philharmonikern auf der Grundfläche menschlicher Erregungen.

Zu entdecken für Auge und Ohr sind dabei Werke von vier jüngeren Vertretern der Musikgeschichte. Die europäischen Kompositionen aus dem 20. und 21. Jahrhundert bilden den akustischen Raum und demonstrieren in ihrer Vielschichtigkeit wie impulsiv zeitgenössische Musik ist. Tristan Keuris entwickelte mit der Symphonie in D (1995) ein dichtes Werk, welches ebenso zwischen elegischem Stillstand und aufgewühlter Lebendigkeit balanciert. Francesco Antonioni verwendet eine minimalistische Musiksprache in der Komposition Macchine inutili (2007), welche im Kontrast dazu eine maschinelle Betrachtung forciert. Die Verwandlung 3 (2007/2008) von Wolfgang Rihm führt den Zuhörer durch ein stürmisches Gewitter hin zu einer filigranen Klangwelt. György Ligetis Concert Românesc (1951) ist eine Liebeserklärung an die rumänische Volkskultur, die er bereits mit 26 Jahren zu einem tänzerischen Kurzkonzert stilisierte. 

So ist sowohl der Tanz, als auch die Musik und das Bühnenbild ein fragiles Konstrukt, welches zwischen Polen der Extreme changiert. Und doch bleibt stets gemein das Streben nach Glück, dessen Ermangelung den Menschen zerreißt, jedoch auch zu einer Gemeinschaft verbindet.

Pressestimmen

Tanz (...) auf hinreißendem Niveau, perfekt an der Live-Musik orientiert und von jedem der Tänzer, als Ensemblemitglied und Solist zugleich, in höchster, selbstverständlich anmutender Ausdruckskraft durchlebt.

Neue Westfälische, 24.10.2016

Es ist ein multimediales und multidimensionales Tanzfeuerwerk, das Choreograf Simone Sandroni (...) geschaffen hat. Musik, Tanz und Bühnenbild sind wunderbar aufeinander abgestimmt und ergänzen sich zu einer runden und ausgesprochen abwechslungsreichen Inszenierung. (...) ein Muss, nicht nur für jeden Liebhaber des Tanztheaters, sondern für alle, die sich berühren und mitreißen lassen möchten.

Westfalen-Blatt, 24.10.2016
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Kurzinfo

Spieldauer
ca. 01:10 Std.
Altersempfehlung
ab 15

Premiere
Sa. 22.10.2016

Zum letzten Mal
Do. 23.02.2017
War am
Do. 23.02.2017
Spielort
Stadttheater
Niederwall 27
33602 Bielefeld
Anfahrt
Tanz
Uraufführung
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